Liebe Mitglieder unserer Pfarrei, liebe Gäste!

Gott ist da
Ein kleiner Junge darf zum ersten Mal mit seinem Vater Zug fahren. Voll Neugier und froher Erwartung stehen sie auf dem Bahnsteig. Endlich fährt der Zug ein und Vater und Sohn suchen sich einen Platz. Der Junge schaut aus dem Fenster und beschreibt seinem Vater alles, was er sieht. Ganz vergnügt genießt er die Reise und plappert munter drauflos.

Plötzlich fährt der Zug in einen Tunnel, es wird finster - und der Junge verstummt. Es wird immer dunkler. Da schiebt er seine Hand zum Vater hin und fragt: „Papa, bist du da?“ Der Vater nimmt die Hand seines Sohnes und antwortet: „Ja, ich bin da!“ Bald kommt der Zug aus dem Tunnel heraus, es wird hell und der Junge atmet erleichtert auf. 
Unser Leben ist wie eine solche Reise: Freude erfüllt uns, wir sind neugierig, genießen gemeinsam die schönen Momente, das Glück lacht uns entgegen. Es geht voran, wir sind froh, es gibt so viel zu erleben. Und plötzlich ist da ein Tunnel, der uns Angst macht. Dunkle Sorgen legen sich auf uns nieder. Wir fühlen uns hilflos und allein. In diesen Tagen gibt es viel Verunsicherung wegen des neuartigen Virus, das sich überall verbreitet hat. Viele Menschen haben Furcht, dass sie selbst sich anstecken könnten - oder diejenigen, die ihnen lieb und wichtig sind -, bei anderen steht eher die Angst um den Arbeitsplatz und die Lebensgrundlage im Vordergrund. Uns allen fehlen die Familienbesuche, die herzlichen Umarmungen, wir wissen nicht, wie es in Zukunft weiter gehen wird.
Es ist gut, wenn wir jetzt Gott unsere Hand entgegen strecken und uns vergewissern: „Vater, bist du da?“ … Gott ist da! Er ist bei uns, stets an unserer Seite. Und der auferstandene Christus lässt uns sagen: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!“

Schauen wir gemeinsam voller Hoffnung auf das Licht am Ende des Tunnels, 

Ihre und Eure Marion Stegmann, Gemeindereferentin