Liebe Schwestern und Brüder.
Wer mit Kindern unterwegs ist, kennt ‚huckepack‘ tragen. „ Ich kann nicht mehr“.  Die kleinen Beine sind müde, ein gutes Zureden hilft nicht weiter. „ Komm, ich trage dich ein Stück“.

Gott ist mit seinem Volk unterwegs. Er erinnert immer wieder daran, wie oft er Israel getragen hat durch die Wüste, durch das Meer … und wirbt immer wieder neu um Vertrauen: Wie auf Adlerflügeln habe ich euch getragen. Hört auf meine Stimme, haltet an dem Bund zwischen mir und euch fest.  Bleibt bei mir. Ihr seid mein besonderes Eigentum. So die Zusage Gottes, die wir in der Lesung des Sonntags hören. (vgl. Exodus, 19, 2 – 6a)
Doch was geschieht, wenn die Kräfte am Ende sind und kein Land in Sicht ist?  Mose musste oft vermitteln, wenn das Volk murrte und klagte. Es braucht Zuspruch und die Erfahrung, es geht weiter.
Der Glaube trägt, aber er braucht die Vermittlung durch Gott und die Menschen, die sich als Weggefährten erweisen. Du bist nicht allein. Ich bin für dich da. Erfahrung von Nähe tut gut und ist heilsam.  Jede/r weiß, wie wertvoll es ist,  in leidvollen  Situationen getragen zu werden und zu spüren: ich bin umsorgt.  Solidarität ist gefragt, nicht nur in Corona – Zeiten. „ Du für den Nächsten“, das ist für mich Lebens- und

Glaubenszeugnis.  Weil ich getragen bin, kann ich die mittragen, die nicht mehr weiter können, in meinem Alltag und im Aufruf von Caritas und Diakonie., zu helfen.  
Bleiben Sie gesund und behütet.
Einen gesegneten Sonntag
Maria Waldner, Gemeindereferentin in St. Engelbert

 

Ein gesegnetes Pfingstfest

Maria Waldner, Gemeindereferentin in St. Engelbert