Nach Auszügen aus dem Artikel "Von mehreren Pfarreien zu einer Pfarrei", Pfarrer Norbert Humbert, Pentateuch - Ausgabe 1, August 2008.

Am 01. September 2008 ist es ganz konkret. Unser Bischof Dr. Felix Genn hat der Wirklichkeit in unserem Bistum durch eine Neuordnung der gesamten Diözese Rechnung getragen. Das Bistum verliert an Menschen, an Berufungen zum geistlichen Stand und an Finanzmitteln.

Aus diesen Überlegungen beschloss unser Bischof auch die Neuordnung unseres Dekanates Bochum-Süd, das die Grenzen liefert für die neue Pfarrei. Die Seelsorge erreicht die Menschen in fünf Gemeinden:

Logo Liebfrauen Liebfrauen, Bochum-Linden

Logo St. Engelbert St. Engelbert, Bochum-Dahlhausen, mit der der ehemaligen Pfarrei und den Menschen von St. Michael.

Logo St. Franziskus St. Franziskus, Bochum-Weitmar, mit der Filialkirche Heimkehrer Dankeskirche (zu dieser Gemeinde gehören die Menschen und das Gebiet der ehemaligen Pfarreien Vierzehnheiligen und Heilige Familie).

Logo St. Johannes St. Johannes, Bochum-Wiemelhausen, mit der ehemaligen Pfarrei und den Menschen von St. Albertus Magnus.

Logo St. Paulus St. Paulus, Bochum-Hustadt, mit der Filialkirche St. Martin (zu dieser Gemeinde gehören die Menschen und das Gebiet der ehemaligen Pfarrei St. Augustinus)

Das Pfarreigebiet von St. Marien-Wallfahrtskirche in Bochum-Stiepel wird zu einer selbständigen Pfarrei in der seelsorglichen Verantwortung des Zisterzienser-Klosters errichtet.

Die Struktur der „neuen Pfarrei St. Franziskus“ wird getragen durch einen Pfarrer und die fünf Pastoren der einzelnen Gemeinden mit den dazu gehörenden Seelsorgern(innen); mit einem Kirchenvorstand, der sechzehn Personen zählt und die Vermögensverwaltung der Pfarrei verantwortet.

Die Gemeinderäte der fünf Gemeinden bestellen ihre Vertreter in einen Pfarrgemeinderat, der die Verantwortung für das Leben in der Pfarrei übernimmt.

Der Gemeinderat nimmt – unter Beachtung des Pastoralplanes und der Belange der Pfarrei – die Verantwortung für die Gemeinde wahr. Dabei fördert und koordiniert der Pfarrgemeinderat im Sinne des Subsidiaritätsprinzips die Arbeit der Gemeinderäte. Zudem liegt im Pfarrgemeinderat eine besondere Mitverantwortung

  • für die Vernetzung von gemeindlicher und kategorialer Seelsorge sowie
  • für die Realisierung gemeindeübergreifender pastoraler Anliegen und Aufgaben.

Den Prozess zum Umbau zu einer großen Pfarrei begleitet eine schmerzliche Reduzierung der hauptamtlich Beschäftigten. Die personelle Ausstattung der zukünftigen Gemeinden wird um die Hälfte der jetzt noch Beschäftigten gekürzt werden müssen. Dieser Rückbau, der sozialverträglich geschehen soll, wird bis in die Mitte des Jahres 2009 reichen.

Mit den sog. „Weiteren Kirchen“ und den zu ihnen gehörenden Einrichtungen, wird der Kürzung in den Sachmitteln Rechnung getragen. Durch die immer geringer werdenden Finanzmittel können diese Kirchen und die Gebäude nicht mehr gehalten werden.

Diese große Neugestaltung wird die Zukunft unseres Bistums, unserer Pfarreien und damit die Seelsorge in einer veränderten Gesellschaft für die Menschen im Bochumer Süden sichern.

7 Kirchen, 5 Gemeinden, 1 Jugendpastorales Zentrum. Alles im Bochumer Süden.